Webcast: Hyper-V Failover Clustering

Auf TechNet Edge ist letzte Woche ein Webcast zum Thema „Hyper-V Failover Clustering“ von Matt McSpirit [MSFT] erschienen:

» http://edge.technet.com/Media/Desktop-to-Datacenter(…)

Der ausführliche Webcast zeigt schön das Zusammenspiel der Hyper-V Role und dem Failover Cluster Feature.

Stay tuned,
N.Own

Live Migration mit Hyper-V

Der erste TechNet Artikel zum Thema Hyper-V Live Migration mit Windows Server 2008 R2 ist erschienen:

» http://technet.microsoft.com/en-us/library/dd446679.aspx

Der Artikel beschreibt in einer Schritt-für-Schritt Anleitung die Einrichtung und Besonderheiten beim Failover Clustering der Hyper-V Rolle. Das neue feature Cluster Shared Volumes wird ebenfalls angesprochen.

Stay tuned,
N.Own

Single Instance Store im Cluster – Teil 2

Es gibt inzwischen einen KB Artikel zum Thema Single Instance Store auf einem Cluster – danke an H.V. für den Hinweis. In einem früheren Artikel habe ich bereits die Besonderheiten beim Einsatz von SIS auf einem Cluster Volume angesprochen, nun gibt es in einem aktuellen KB Artikel die Empfehlung den Groveler über ein VBS Skript (Sisclusr.vbs) einzubinden:

» KB 947266: Single Instance Store on a Cluster (sisclusr.vbs)

Das Skript wird über den Ressourcentyp ‚Generic Script‘ in der Cluster Verwaltung angelegt, ähnlich wie das bei dem Skript clusweb.vbs zum Clustern eines IIS der Fall ist.

Single Instance Store ist ein feature, daß ursprünglich aus dem Exchange Umfeld kommt und zur Datendeduplizierung verwendet wird. Es bietet einem echte Deduplizierung von File System Daten über Pointer, den sog. SIS Links: So wird eine Datei immer nur einmal auf einem Volume abgelegt, die Kopien zeigen via SIS Links auf diese originäre Datei.

Für den Einsatz von Single Instance Store benötigt man einen Windows Storage Server oder Windows Unified Data Storage Server.

Weiterführende Informationen zu dem Thema Single Instance Store bietet das SIS Technical White Paper (Word DOC).

Stay tuned,
N.Own

Welches Quorum Model ist das passende?

Es gibt auf » MCSEboard.de immer wieder Fragen zu den Quorum Typen, die mit einem Windows Server Failover Cluster realisierbar sind. Mit Windows Server 2003 wurde ein neues Quorum Model eingeführt: Majority Node Set (MNS) und auch für Windows Server 2003 SP1 zog mit » File Share Witness ein neues cluster feature ein.

Mit Einführung von Windows Server 2008 wurden wieder neue Quorum Typen eingeführt, so daß es mittlerweile vier Quorum Models zur Auswahl gibt:

» Node Majority
» Node and Disk Majority
» Node and File Share Majority
» No Majority: Disk Only

Die neuen Typen verfolgen einen Vote-basierten Ansatz, bei dem eine Mehrheit an Stimmen den Ausschlag geben. Einige Quorum Typen sind für den Einsatz von Clustern mit gerader Anzahl an Nodes geeignet, andere zur Verwendung bei einer ungeraden Anzahl an Nodes. Auch die Storage spielt eine Rolle: Falls keine Shared Storage eingesetzt wird, sind nur zwei der Quorum Models sinnvoll. Als drittes Kriterium nennt Microsoft Multi-Site Cluster, ehemals Geo-Cluster.

Node Majority
Dieses Quorum Model bietet sich an für den Einsatz einer ungerade Anzahl an Nodes. Die Cluster- und Quorumdaten werden auf den lokalen Disks der einzelnen Nodes vorgehalten. Da die Daten auf den jeweiligen Nodes direkt abgelegt werden, hat jeder Node eine Voting Stimme – damit muss eine Mehrheit der Nodes online sein (N/2 + 1).
Daher ist es nicht sinnvoll diesen Quorum Typ bei gerader Anzahl an Nodes auszuwählen. Es wird keine Shared Storage vorausgesetzt.

Node and Disk Majority
Der Quorum Typ Node and Disk Majority wird für eine gerade Anzahl an Nodes empfohlen, da die Cluster Konfiguration zusätzlich noch auf einer Witness Disk abgelegt wird – im Gegensatz zu einer reinen File Share Witness. Damit erhält man für die Witness Disk eine weitere Voting Stimme.
Solange die Witness Disk online bleibt, kann die Hälfte der Nodes ausfallen (N/2). Dieses Quorum Model wird bei einer gerade Anzahl an Nodes standardmäßig ausgewählt, eine Shared Storage ist Voraussetzung.

Node and File Share Majority
Dieser Quorum Typ ist sehr ähnlich zu „Node and Disk Majority“, mit dem Unterschied, daß keine Disk als Voting Stimme zum Einsatz kommt, sondern eine beliebige Freigabe auf einem Server. Die Cluster Konfiguration wird dabei nicht auf dem File Share abgelegt – nur die Information darüber, welcher Node eine aktuelle Version bereithält. Falls ein Node bei einem Two Node Cluster ausfällt und der aktive keine aktuelle Daten bereithält, bleibt der Cluster offline.
Da die beiden Knoten einen identische Datenbestand aufweisen müssen für einen fehlerfreien Betrieb des Clusters, kann es bei diesem Typ zu einer „Partition in Time“, sprich: Inkonsistenzen, kommen.
Daher ist dieses Quorum Model nur in Einzelfällen einzusetzen.

No Majority: Disk Only
Der vierte Quorum Typ ist der bei Windows 2000 Server und Windows Server 2003 favorisierte und erfordert eine Shared Storage. Es können N-1 Nodes ausfallen.
Da die Storage ein SPoF darstellt, ist dieses Quorum Model inzwischen überholt: Mit Windows Server 2008 wird beim Einsatz einer Shared Storage ein Quorum vom Typ „Node and Disk Majority“ empfohlen.

Folgende TechNet Artikel bieten weiterführende Informationen:
» Understanding Quorum Configurations in a Failover Cluster
» Additional Information About Quorum Modes
» Guide: Configuring the Quorum in a Failover Cluster
» Details of How Quorum Works in a Failover Cluster

Die Wahl des Quorums will wohl überlegt sein, dabei sind die Artikel sehr hilfreich.

Stay tuned,
N.Own