Move/Migration einer DHCP Datenbank

Um eine DHCP Server Datenbank von einem Cluster zu einem anderen Cluster zu migrieren, ist der Kommandozeilenbefehl netsh sehr hilfreich:

» http://support.microsoft.com/kb/325473/en-us

Bei einer Migration von W2K auf W2K3 ist eine andere Syntax notwendig als von W2K3 auf W2K3.

So stößt man einen Export unter Windows 2000 Server an:

C:>netsh dhcp dump >dhcptext_bak.txt

Dieser Befehl erzeugt eine lesbare Textdatei, die mittels folgendem Befehl wieder einlesbar ist:

C:>netsh exec dhcptext_bak.txt

Zu Beachten ist bei einem Dump, daß die Textdatei die IP Adresse des Servers mehrfach enthält. Dazu muss ggf. die Textdatei geändert werden, um die korrekte IP des neuen Servers wiederzuspiegeln.
Dies ist unter Windows Server 2003 nicht mehr nötig, da hier kein dump erfolgen sollte, sondern ein export.

So führt man ein Export unter Windows Server 2003 aus:

C:>netsh dhcp server export dhcp_bak.txt all

Der Import wird mit folgendem Kommando auf dem Zielserver ausgelöst:

C:>netsh dhcp server import dhcp_bak.txt all

Im Gegensatz zu netsh dhcp dump enthält ein netsh dhcp export nicht die fixe IP des DHCP Servers. Es sind also keine manuellen Eingriffe in die erzeugte Backupdatei nötig, daher ist ein export immer einem dump vorzuziehen.

Um sich alle authorisierten DHCP Server einer Domäne anzeigen zu lassen kann ebenfalls netsh genutzt werden:

C:>netsh dhcp show server

Siehe dazu KB303351:
» http://support.microsoft.com/kb/303351/en-us

Folgende TechNet Dokumente enthalten Informationen zu den Besonderheiten eines DHCP Server Clusters:
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Cluster Shared Volumes

Bis dato basierte Windows Server Failover Clustering (WSFC), ehemals MSCS, auf der Shared Nothing Architektur. Das bedeutet unter anderem, daß kein Volume gleichzeitig von zwei Nodes im Zugriff sein darf.

Das wird sich mit Windows Server 2008 R2, codename Windows 7 Server, ändern.
Das Feature dazu heißt:

Cluster Shared Volumes (CSV)

· Cluster Shared Volumes erlauben gleichzeitigen Zugriff auf CSV Disks von jedem Node aus

· Man spricht in dem Fall von „Distributed File Access for Hyper-V“

· Volumes werden nicht mehr dismounted und remounted

· VMs bleiben online während eines Failovers (!)

· Ein Coordinator Node hält die Disk Ressource und regelt den Zugriff auf die CSV Disk

· Single Name Space für den Zugriff auf die CSV Disk: %windir%\ClusterStorage\…

· Keine spezielle Storage, keine Agenteninstallation, kein neues Filesystem nötig

· Der File System mini-filter CSVFilter.sys ermöglicht die neue Funktionalität

· CSV in R2 wird nach derzeitigem Stand nur in Verbindung mit Hyper-V unterstützt

In Verbindung mit Hyper-V wird es dank CSV Disks sehr spannende Clustering-Möglichkeiten geben. So kann eine VM zwischen den Nodes in einem Windows Server 2008 R2 Cluster ohne Downtime verschoben werden. Der Failover geschieht ohne, daß der client dies bemerkt. Offene TCP Verbindungen werden dabei erhalten, es kommt zu keinem Abbruch der Verbindung oder einer Session.  Die ersten Demos sehen sehr vielversprechend aus.

Cluster Shared Volumes können über die GUI oder mit Hilfe der Powershell erstellt werden.

Stay tuned,
N.Own