Event ID 5936 auf W2K8 Cluster

Wenn man einen Event ID 5936 im System Log angezeigt bekommt auf einem Windows Server 2008 Failover Cluster, dann war bereits ein Cluster aufgesetzt in der Domäne mit dem gleichen Namen.

Der Fehler tritt auf, wenn bereits ein Computerkonto für den virtuellen Namen des Clusters im Active Directory angelegt ist: Cluster Name Object (CNO). Da mir das bereits in meiner Testumgebung passiert ist, poste ich das Thema mal hier.

Das Computerkonto kann dann entweder manuell im AD entfernt werden oder über folgenden Befehl:

cluster /destroy [/Y] [/Cleanup[ActiveDirectory]]

Quelle:
» Event ID: 5936 is recorded when you try to create a new cluster

Stay tuned,
N.Own

Troubleshooten des Quorum Drives

Das Quorum Drive ist ein systemkritisches Volume eines Windows Server Failover Clusters. Sollte es Probleme mit dem Quorum geben, so daß ein Wechsel des Quorums nötig ist, kann der Cluster mit folgendem Kommando dazu gebracht werden ohne Quorum zu starten:

clussvc /debug /fixquorum

Die weiteren Nodes sollten dabei ausgeschaltet bleiben. Der Schalter sollte nur für den Zeitraum eines Quorumwechsels oder für Troubleshootingzwecke genutzt werden.
Um Probleme mit dem Quorum auszuschließen, kann der Schalter auch verwendet werden, da einem der Aufruf aus einer cmd.exe heraus mit dem Schalter /debug weiterführende Informationen zum Status des Clusters gibt.

Folgender TechNet Artikel beschreibt den Wechsel des Quorum Drives:
» KB280353: How to Change the Quorum Disk Designation

Falls das Quorum Drive aufgrund eines Defekts nicht mehr erreichbar ist, kann es zum EventID 1034 kommen. Auch wenn sich die Signatur der Disk ändert, wird das Volume nicht mehr vom ClusDisk Treiber als das ursprüngliche Drive erkannt.

In beiden Fällen kann mit dem Tool ClusterRecovery oder dumpcfg gearbeitet werden, um eine Disk zu tauschen:
» KB305793: How to replace a disk on a Windows server cluster
Das Tool dumpfg.exe gehört zum Windows 2000 Resource Kit und ist nicht als Download verfügbar, ich empfehle den Einsatz des aktuelleren Cluster Server Recovery Utility (ClusterRecovery.exe).
Dieses ist hier als Download verfügbar:
» Cluster Server Recovery Utility (ClusterRecovery.exe)
Das Tool clusterrecovery.exe gehört zum Windows Server 2003 Resource Kit und läuft auf Windows 2000 und Windows 2003 Server Clustern.
Weitere Informationen zu dem Thema findet man in folgendem TechNet Artikel:
» Troubleshooting Quorum Resource Problems

Um die Disk Signature zu sichern, kann das Tool confdisk.exe verwendet werden, es gehört zum Windows Server 2003 Resource Kit ist und hier als Download verfügbar:
Windows Server 2003 Resource Kit Tools

Mit folgendem Befehl kann man die Disk Configuration speichern:

confdisk /save c:\disks.sif

Die Disk Signatur kann man mit dumpcfg.exe einsehen, alternativ dazu kann man cluster.exe oder diskpart nutzen:

cluster resource <Datenträgerbezeichnung> /priv

oder

diskpart
list disk
select disk <id>
detail disk

Es empfiehlt sich eine freie LUN auf der Storage als Ersatz für das Quorum Laufwerk verfügbar zu halten. Jeweils ein GB für Quorum und Ersatzquorum ist bei den heutigen Diskgrößen kein Thema mehr und erleichtert einem die Fehlerbehebung im Falle eines Quorum-Ausfalls.

Stay tuned,
N.Own

Bitlocker auf Shared Disk?

Unterstützt Windows Server Failover Clustering die Verschlüsselung eines Shared Volumes mittels Bitlocker?

Nein, das ist mit Windows Server 2008 nicht möglich:
» http://support.microsoft.com/kb/947302/en-us

Da der Bitlocker Key an einen spezifischen Computeraccount gebunden ist sollte man die Bitlocker Drive Encryption nicht für Shared Disks aktivieren.

Stay tuned,
N.Own

Print Cluster 101

Ein Print Cluster bietet einem eine gute Möglichkeit erhöhte Ausfallsicherheit für Druckdienste zu erreichen. Dabei kann auch einiges schiefgehen, wenn die Druckertreiber nicht standardkonform sind oder Komponenten wie der Print Prozessor oder Print Monitor des Druckertreiberherstellers Probleme bereiten.

Auch wenn der Cluster sauber arbeitet ist eine Überprüfung des Spooler lohnenswert, beim Troubleshooting hat man die Infos schneller zur Hand und weiß sofort wo man hingreifen muss.

Interessant auf einem Standalone Server (ohne Cluster) sind die folgenden Speicherorte von Druckertreibern:
Registry: HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Print
File: %SYSTEMROOT%\system32\spool (default)

Registry: Bei einem Print Cluster ist der Registryzweig hier zu finden:
HKLM\Cluster\Resources\<GUID>\Parameters
Die Zuordnung der GUIDs zu den entsprechenden Ressourcen sind in folgendem Zweig hinterlegt:
HKLM\Cluster\Resources

Die Print Spooler Files befindet sich auf dem SharedDevice im Verzeichnis Spool, dieser Speicherort ist frei wählbar. Die Daten liegen ebenso im lokalen Spoolerverzeichnis des Nodes unter:%SYSTEMROOT%\system32\spool\drivers\<GUID>

In den Verzeichnissen Monitors, PRTPROCS sind die entsprechenden Print Monitore und Print Prozessoren des Treibers abgelegt.

Generell sollte man darauf achten auf einem Windows Server 2003 System nur Level-3 Druckertreiber einzusetzen, da es sich hierbei um User Mode Treiber handelt. Level-2 Druckertreiber sind Kernel Mode Treiber, die bei einem Problem das gesamte System zum Absturz bringen können.
Soweit möglich sind Inbox Treiber den Druckertreibern der jeweiligen Hersteller vorzuziehen.

Weiterführende Links:
» KB278455: How to set up a clustered print server
» KB302539: How to Troubleshoot Printing Issues on a Cluster

Stay tuned,
N.Own