Rolling Upgrade is back

Ein Rolling Upgrade unter Nutzung gemischter Betriebssystemversionen im gleichen Cluster ist für Migrationszwecke sehr praktisch. So erlaubte Windows Server 2003 eine gemischte OS-Version unter den Knoten eines Clusters, was es einem ermöglichte Knoten mit Windows 2000 Server und Windows Server 2003 im gleichen Cluster zu betreiben.
Das Vorgehen war denkbar einfach: Failover aller Ressourcen auf einen Clusterknoten, pausieren des nun passiven Knoten und anschließende Aktualisierung der Windowsversion. Danach das Pausieren des passiven Knotens aufheben und Failover der Ressourcengruppen auf den vormals passiven Knoten, nun kann der vormals aktive Knoten pausiert und aktualisiert werden. Nach einer anschließenden Entfernung der Pausierung hat man das Betriebssystem seiner Clusterknoten erledigt.
Das Szenario ergibt natürlich nur Sinn, um den Cluster auf einfache Weise auf 2003 zu aktualisieren: Ein Betriebsszenario mit gemischten Knoten wird niemand ernsthaft für längere Zeit betreiben wollen.

Was ist der Vorteil des Ganzen? Nun, man vermeidet eine längere Downtime und spart sich Hardware und das ist bei einem Cluster meistens eine teure Angelegenheit, wenn man die LUNs auf der Shared Storage berücksichtigt.
Leider gab es die Möglichkeit ein „Cluster Operating System Rolling Upgrade“ zu nutzen bei Windows Server 2008 (R2) und Windows Server 2012 (R2) nicht mehr – die Komponenten erlagen einem starken Wandel bei der Architektur und haben das Szenario schlichtweg nicht mehr unterstützt.

Welche Versionen unterstützen ein Cluster OS Mixed Mode, um ein Rolling Upgrade zu realisieren?
Rolling Upgrade Matrix - © 2016 N.Own
Microsoft hat erkannt, dass das Feature für Kunden und IT-Dienstleister eine enorme Erleichterung bei einem Upgrade darstellt und wird das Feature mit Windows Server 2016 wieder einführen. Eine Migration von Windows Server 2012 R2 zu Windows Server 2016 wird also wieder weitestgehend unterbrechungsfrei möglich sein:

» https://technet.microsoft.com/en-us/library/dn850430.aspx

Mit der Wiedereinführung dieses Features wird eine Planung und Durchführung eines OS-Upgrade der an einem Cluster beteiligten Serverknoten wesentlich vereinfacht. Eine Migration von Windows Server 2012 R2 zu Windows Server 2016 erlaubt damit eine Nutzung derselben Hardware.

Stay tuned,
N.Own

Active Directory Abhängigkeiten

Windows Server Failover Cluster benötigen bisher ein Active Directory, da sie auf die Vorteile einer zentralen Benutzerverwaltung zurückgreifen – die Abhängigkeiten eines Clusters zu den Active Directory Domain Services (AD DS) haben sich allerdings über die letzten Versionen geändert.

Windows Server 2003 hat noch zwingend ein AD benötigt: Der Clusterdienst auf den jeweiligen Nodes wurden im Kontext eines Dienstekontos ausgeführt – dieses musste ein AD Konto sein.
Der sog. „Cluster Service Account“ (CSA) hat die Anlage der Netzwerknamen übernommen, die „Virtual Computer Objects“ (VCO, Computerkonten) hat der Dienst im Kontext des CSA angelegt und modifiziert. Über so ein Computerkonto wird eine durchgängige Kerberos Authentifizierung für virtuelle Netzwerknamen im einem Cluster z.B. für File Services erreicht. Dabei schreibt der Clusterdienst auch die passenden Attribute für das Computerkonto: ServicePrincipalName (SPN), DnsHostName und DisplayName.

Mit Windows Server 2008 wurde der CSA obsolet, damit vereinfachte sich das Setup und die Achillesferse eines Benutzerkontos mit zu wenig Rechten als potentieller Schwachpunkt für den Clusterbetrieb wurde abgeschafft. Der Clusterdienst läuft nun im Kontext von local system, das Cluster Name Object (CNO) legt fortan die Netzwerknamen an (VCO). Die VCOs bilden den „Client Access Point“ (CAP) für die Zugriffe der Benutzer auf den Cluster. Das CNO ist ebenfalls zuständig für die Kennwortänderungen der VCOs im Active Directory.

Mit Windows Server 2012 R2 ist wiederum ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit von AD DS implementiert worden: Man kann nun einen Cluster weitgehend ohne AD betreiben (AD-detached cluster) und für den Bootvorgang eines Knoten (form/join Cluster) muss ein DC nicht mehr zwingend erreichbar sein (AD-less cluster bootstrapping). Für virtualisierte DCs auf einem Hyper-V Cluster ist das Zucker.

Active Directory-less Cluster Bootstrapping
» http://blogs.technet.com/(…)enhanced-integration-with-active-directory-ad.aspx
Ein wichtiges Feature, um Domain Controller weitestgehend virtualisieren zu können und dafür Hyper-V Failover Cluster zu nutzen. Das Henne-Ei-Problem, das ein Cluster nicht ohne AD starten kann und ein DC nicht ohne Cluster auf dem er virtualisiert wurde ist damit passé.

Active Directory-Detached Cluster (Active Directory-less Cluster)
» https://technet.microsoft.com/en-us/library/dn265972.aspx#BKMK_ADAg
Diese Option sollte auf Grund der Einschränkungen gut überlegt werden:
» https://technet.microsoft.com/en-us/library/dn265970.aspx
Auch ist diese Möglichkeit nicht für jede Anwendung geeignet, die auf einem Cluster laufen soll. Selbst wenn man eine weitgehende Loslösung von Abhängigkeiten zu einem Active Directory erreichen kann, sollte man sich immer überlegen zu welchem Zweck und für welche Anwendungsfälle.
Hier ist noch einiges im Fluß für vNext und es gibt Kundenwünsche und Bestrebungen z.B. SQL Server Cluster gänzlich ohne ein Active Directory zu betreiben.
Wie ist Eure Meinung dazu? Hinterlasst mir einen Kommentar… 😉

Stay tuned,
N.Own

Windows Server 2016 TP4 available

Kurzmitteilung

Die Technical Preview 4 von Windows Server 2016 ist seit wenigen Stunden verfügbar:

MSDN Download von Windows Server 2016 TP4


Offizielle Ankündigung: » http://blogs.technet.com/b/virtualization/archive/2015/11/19/announcing-the-release-of-hyper-v-containers-in-windows-server-2016-technical-preview-4.aspx

Der Download ist über MSDN bereits möglich oder über das öffentliche Eval Center:
» http://www.microsoft.com/en-us/evalcenter/evaluate-windows-server-technical-preview

Stay tuned,
N.Own

Windows Server 2016 TP4 – Neuigkeiten

Windows Server 2016 TP4 wird für Mitte/Ende November erwartet, da lohnt es sich einen Blick auf die kommenden Neuerungen zu werfen. In den letzten TPs wurde erkennbar, dass Microsoft einen besonderes Augenmerk auf Storage-themen gelegt hat, Software-defined Storage (SDS) ist auf dem Vormarsch und Microsoft trägt dem mit Windows Server 2016 Rechnung, unter anderem mit Storage Spaces Direct (S2D).

Besonders ReFS v2 wird mit der TP4 erwartet, hier handelt es sich um die zweite Auflage des neuen Dateisystems „Resilient File System“ von Windows. S2D baut darauf auf, ebenso CSVFS und weitere Hyper-converged Konfigurationen – gerade für diese Szenarien bietet ReFS v2 einen signifikanten Mehrwert.

Was bietet ReFS bereits auf einem Windows Server 2012 R2?
» https://technet.microsoft.com/en-us/library/hh831724.aspx

Welche Neuerungen kommen zu ReFS v2 mit Windows Server 2016 Technical Preview 4?
Hier hat Microsoft auf der SNIA Storage Developer Conference (SDC) 2015 folgendes verkündet:
ReFS v2 wird haupsächlich Verbesserungen hinsichtlich der Performance in Hyper-V Umgebungen mitbringen: Schnellere Provisionierung, verbessertes Block Cloning und Optimierungen bei der Verwaltung.
Hyper-V wird vor allem bei der Provisionierung von VMs und beim Handling von Checkpoints profitieren.

Durch die Verwendung von ReFS cluster bands wird ein besseres Tiering erreicht, dabei werden gängige Dateisystem-cluster unabhängig von deren Größe in relativ große „bands“ zusammengefasst. ReFS verwaltet diese bands in für Tiering optimierten Prozessen. Ziel ist es günstigen Speicher möglichst performant ansprechen zu können unter Nutzung gemischter Hardware.

Alleine diese Neuerungen lassen einen den Windows Server 2016 in der TP4 mit Spannung erwarten.

Stay tuned,
N.Own

Windows Server 2016 – Technical Preview 3

Wie angekündigt gibt es seit gestern eine neue Version von Windows Server 2016 Build 10514 in Form der Technical Preview 3 (TP3)

» http://blogs.technet.com/(…)windows-server-2016-and-system-center-2016-technical-preview-3.aspx
Ebenso ist am gleichen Tag System Center 2016 in der TP3 erschienen.

Der Download ist im TechNet Evaluation Center verfügbar:
http://www.microsoft.com/(…)evaluate-windows-server-technical-preview

Mit der TP3 sind erstmals » Windows Server Containers für die Allgemeinheit zugänglich.

Weitere Neuerungen von Windows Server 2016 sind in diesem ausführlichen TechNet Artikel zu finden:
» https://technet.microsoft.com/en-us/library/dn765472.aspx

Stay tuned,
N.Own

Windows Server 2016 – Technical Preview 2

Mit der Ignite Konferenz wurde die zweite Beta von Windows Server 2016 (Windows Server vNext) als Technical Preview 2 veröffentlicht.

Die Testversion kann nach Anmeldung frei heruntergeladen werden, entweder als virtuelle Maschine (x64 VHD) oder zur Installation im ISO Format. Neuigkeiten sind u.a. Rolling Upgrades für Cluster, Nano Server sowie Neuerungen im Netzwerk- und Storage-stack wie PacketDirect oder Storage Replica, siehe:

» http://blogs.technet.com/(…)new-in-windows-server-2016-technical-preview-2.aspx

Zum Download: https://www.microsoft.com/(…)windows-server-technical-preview

Spannende Funktionen wollen erkundet werden – jetzt hat man die Gelegenheit. 😉

Stay tuned,
N.Own

Windows Nano Server

Gestern ließ Microsoft die Katze aus dem Sack und bestätigte Gerüchte, die bereits seit Anfang März inoffiziell bekannt wurden:
Der Microsoft Windows Nano Server wird kommen.

Dabei wird es sich um eine weiter reduzierte Version von Windows Server handeln, einen extrem minimalistischen Ansatz und sogar schlanker als Windows Server Core. Es wird keine GUI geben, keine 32-Bit Unterstützung, keine lokale Anmeldung, keine Remote Desktop.
Microsoft selbst sieht hauptsächlich zwei Einsatzszenarien: Cloud Infrastruktur mit Hyper-V Cluster / Scale-out File Server (SoFS) Cluster oder Cloud Anwendungen.

Nähere Infos werden zu Ignite oder der BUILD erwartet, siehe:
» http://blogs.technet.com/(…)nano-server-for-modern-apps-and-cloud.aspx

Stay tuned,
N.Own