vNext Windows Server Failover Clustering

Für die kürzlich erschienene Windows Server Technical Preview (Windows vNext) gibt es auch neue Features für das Clustering:

· Cluster Operating System Rolling Upgrade / Rolling Hyper-V Cluster Upgrade
· Storage Replica (SR)

Beide Features sind echte Perlen, Rolling Upgrades sind einigen von Windows Server 2003 bekannt und vereinfachen eine Cluster Migration immens, wenn die Hardware beibehalten werden soll.
So kann zum Beispiel ein 4-Knoten Cluster nach und nach auf die neue Betriebssystemversion gebracht werden indem ein Knoten freigeräumt, neu installiert und danach wieder dem Cluster hinzugefügt wird – alles ohne, dass man einen zweiten Cluster auf neuer Hardware vorhalten muss.
Nachdem alle Knoten eines Clusters auf der neuen Windows Server Version sind, gilt es noch den » ClusterFunctionalLevel mittels Update-ClusterFunctionalLevel anzuheben.

Mit Storage Replica unter Nutzung des Windows Features ‘Windows Volume Replication’ können Daten via SMB3 auf Blockebene (block-level) gespiegelt werden, entweder synchron oder asynchron und das unabhängig von der Storage-Hardware.
Diese Funktion vereinfacht den Aufbau von Geo-/Metro-Clustern (Stretch Clusters) immens, da man nun für viele Anwendungsfälle kein teures SAN-basiertes Mirroring benötigt.
Der verlinkte TechNet Artikel enthält einen Link zu einem » Storage Replica Guide (DOCX).

© Microsoft

SR benötigt jeweils ein Loglaufwerk je Datenlaufwerk, das repliziert werden soll. Ferner müssen die Datenlaufwerke GPT formatiert sein, beide Laufwerke (Quelle und Replikat) müssen eine identische Größe aufweisen, auf das Replikat kann nicht zugegriffen werden, zwischen Quelle und Replikat sollte eine Verbindung mit hoher Bandbreite (?10GbE) und niedriger Latenz (?5ms) bestehen[1] – SR ist kein Ersatz für DFSR.

Siehe: » http://technet.microsoft.com/en-us/library/dn765474.aspx
Was gibt es sonst neues in Windows Server vNext?
» http://technet.microsoft.com/en-us/library/dn765472.aspx

Windows Server 10 aka “vNext” ist noch in einem sehr frühen Stadium, daher sind die Inhalte noch mit Vorsicht zu genießen und “subject to change”.
Beide Features sind sehr vielversprechend und liefern bereits jetzt gute Gründe sich mit der kommenden Version von Windows Server zu beschäftigen.

Stay tuned,
N.Own

Netzwerkeinstellungen auf einem Cluster

“Best Practice” Empfehlungen sind nicht immer passend zu jeder Lösung, die man aufbauen kann. Im Falle von Hyper-V gibt es recht klare Richtlinien bzgl. der Netzwerkkonfiguration auf einem Cluster, die man berücksichtigen sollte:

· Trennung und Isolation der Netzwerke nach Einsatzzweck:
Management, Live Migrations, Storage, Client Access, Backup etc.
· Anpassung der Adapter und Bindungen (Network Binding Order)
· Anpassung der Quality of Service Policy hinsichtlich der Prioritäten ab W2K12

Siehe folgenden Artikel für Hyper-V Cluster:
» http://technet.microsoft.com/library/dn550728.aspx

Bei Nutzung von Cluster Shared Volumes (CSV) sollte man die Metric überprüfen, i.d.R. wählt der Cluster das passende CSV Netzwerk selbst aus – eine Kontrolle kann nicht schaden:
» http://technet.microsoft.com/en-us/library/ff182335%28WS.10%29.aspx

Für Exchange 2013 sowie 2010 Verfügbarkeitsgruppen (Database Availability Groups – DAG) gibt es jeweils einen Artikel:
Exchange 2013: » http://technet.microsoft.com/(…)exchg.150%29.aspx#Dat
Exchange 2010: » http://technet.microsoft.com/(…)exchg.141%29.aspx#Dat

Grundlegende Empfehlungen, die für jeden Cluster gelten, sind hier zu finden:
TechNet Blog: » http://blogs.technet.com/(…)configuring-windows-failover-cluster-networks.aspx
MSDN Channel 9: » http://channel9.msdn.com/Events/TechEd/(…)

Die Empfehlungen des Herstellers sollte man mindestens prüfen und idealerweise entsprechend umsetzen, außer es gibt triftige Gründe gewisse Einstellungen anders zu wählen für den eigenen Anwendungsfall.

Stay tuned,
N.Own

Microsoft Message Analyzer 1.1 ist RTM

messageanalyzerVor wenigen Tagen ist der Message Analyzer 1.1, der Nachfolger des Microsoft Network Monitors (Netmon), erschienen. Die neue Version bringt –obwohl es nur ein kleines Update ist– eine Fülle an neuen Funktionen: Improved performance, More Built-in Assets, Multiple Remote Capture, New Session Workflow, MOF/WPP ETL, TLS/SSL Decryption, Aliases, Time Improvement, Sequence Expression Updates, Updated Parsers, Updated Call Stack, ResponseTime etc.

Siehe: » http://blogs.technet.com/(…)announcing-the-message-analyzer-1-1-release.aspx
Microsoft Message Analyzer Operating Guide:
» http://technet.microsoft.com/en-us/library/jj649776.aspx
TechNet Message Analyzer Blog: » http://blogs.technet.com/b/messageanalyzer/
Download: » http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=44226

Der Message Analyzer wurde im Laufe der Zeit eine gute Alternative zu Wireshark, mit dem aktuellen Release bestätigt sich diese Position.

Stay tuned,
N.Own

File Share Scoping

Bei Windows Server 2008 wurde eine Funktion namens File Share Scoping implementiert, die es verhindert, dass Dateifreigaben über unterschiedliche Zugriffspunkte (Client Access Point – CAP) erreichbar ist. So war es in der Vergangenheit möglich über den Namen des lokalen Knotens, die IP Adresse des Knotens auf eine Freigabe zuzugreifen, allerdings immer nur auf dem aktiven Knoten. Waren die Ressourcen auf Grund eines Failovers auf den anderen Knoten geschwenkt, dann lief der Zugriff über den UNC Pfad oder die IP in’s Leere. Dieses Verhalten wurde eben ab Windows Server 2008 entfernt, um den unerwünschten Effekt zu verhindern.
Leider führt das bei vielen Muktifunktionsgeräten (MuFu oder Multifunctional Printer/Peripheral MFP) dazu, dass diese nicht mehr auf eine geclusterte Dateiablage scannen können – viele dieser MuFus nutzen für die Ablage von Scandokumenten ‘rein die IP Adresse und können dazu nicht den Namen verwenden. Hier sind mir Probleme im Zusammenhang mit Ricoh, Xerox sowie Konica Minolta Multifunktionsgeräten bekannt. Es gibt hierfür keine Lösung außer der Hersteller des Geräts bietet eine bereinigte Firmware, die die Korrekte Adressierung einer Freigabe über einen UNC Pfad ermöglicht oder man aktualisiert den Cluster auf Windows Server 2012 oder neuer.
Für Xerox MFPs gibt es in diesem Artikel einen Beitrag, der auch das Verhalten beschreibt, mit einem Workaround:
» http://social.technet.microsoft.com(…)e44fef44-8742-449e-a829-1ccf61689342/

Das Thema File Share Scoping wird in diesem TechNet Blogartikel im Detail beschrieben:
» http://blogs.technet.com/b/askcore(…)
Für Windows Server 2012 oder neuer ist die Möglichkeit über eine SMB Alias Funktionalität wieder gegeben, so dass man über CNAMEs oder IPs auf einen Cluster Share zugreifen kann, siehe: » http://blogs.msdn.com/b/clustering/archive/2012/04/08/10291792.aspx

Stay tuned,
N.Own

Empfohlene Hotfixe für 2008 R2 SP1, 2012 & 2012 R2 Cluster

Folgende KB Artikel sollte man regelmäßig überprüfen nach aktuellen, empfohlenen Hotfixes für Windows Server Failover Cluster:

Recommended hotfixes and updates for Windows Server 2012 R2-based failover clusters:
» http://support.microsoft.com/kb/2920151/en-us
Recommended hotfixes and updates for Windows Server 2012-based failover clusters:» http://support.microsoft.com/kb/2784261/en-us
Recommended hotfixes and updates for Windows Server 2008 R2 SP1 Failover Clusters: » http://support.microsoft.com/kb/2545685/en-us

Für Windows Server 2003 und Windows Server 2008 und 2008 R2 beschreibt Microsoft in folgendem KB Artikel wie Hotfixe und Updates auf einen Cluster auszubringen sind:
How to update Windows Server failover clusters: » http://support.microsoft.com/kb/174799/en-us

Ab Windows Server 2012 empfiehlt sich folgender TechNet Artikel, der die Funktion “Node Drain” beschreibt: » http://blogs.msdn.com/b/clustering/archive/2012/04/03/10290554.aspx
Ein automatisierter Prozess ist ebenfalls möglich – Cluster Aware Updating (CAU)
» http://technet.microsoft.com/library/hh831694.aspx

Für Hyper-V gibt es ebenfalls empfohlene Hotfixe, je nach Betriebssystemversion:

· Windows Server 2008: » http://technet.microsoft.com/en-us/library/(…)
· Windows Server 2008 R2: » http://social.technet.microsoft.com/wiki(…)2008-r2
· Windows Server 2012: » http://social.technet.microsoft.com/wiki(…)2012
· Windows Server 2012 R2: » http://social.technet.microsoft.com/wiki(…)2012-r2

Stay tuned,
N.Own

Windows Server 2012 R2 – April, August & September Update

Wer heute einen Windows Server 2012 R2 aufsetzt oder betreibt, sollte sicherstellen, dass er die kumulativen Updates » KB2919355 und » KB2975719 sowie » KB2984006 installiert.

Microsoft spricht im Zusammenhang mit dem April Update von “Windows Server 2012 Update” und “Windows 8.1 Update”, im Zusammenhang mit dem August und September Update von “Windows Server 2012 R2 update rollup” bzw. “Windows 8.1 update rollup” und stellt den Erscheinungsmonat voran.
Das August Update KB2975719 und auch das September Update KB2984006 setzen das April Update KB2919355 voraus.

In dem KB Artikel für das August und September Update sind die Neuerungen beschrieben – siehe Abschnitt “Improvements in this update” respektive “Issues that this update fixes”, für das April Update sind die Neuerungen in dem folgenden Artikel beschrieben:
» http://technet.microsoft.com/en-us/library/dn645472.aspx

Die Updates beinhalten alle bis dahin erschienenen Sicherheitsupdates, aber auch die in den weiterführenden Links beschriebenen Neuerungen und Hotfixe.
Zur Zeit steht über MSDN eine Windows Server 2012 R2 Version mit inkludiertem April Update als Download zur Verfügung.

Stay tuned,
N.Own

Cluadmin.de Relaunch

Kurzmitteilung

Cluadmin.de Relaunch – Neues Design, aktuelle Plattform
Diesmal ein Beitrag in eigener Sache:

Mit aktueller Plattform und neuem Design hat in den letzten Tagen der Relaunch von Cluadmin.de stattgefunden. Nach einiger Zeit ohne aktuelle Beiträge wird es in nächster Zeit wieder Beiträge zu aktuellen Themen ‘rund um das Thema erhöhter Verfügbarkeit und Hochverfügbarkeit geben. In diesem Sinne: Welcome back! ;)

Stay tuned,
N.Own